Schulprogramm der Janusz-Korczak-Schule

                                  

Schulprogramm

der Janusz-Korczak-Schule



Verabschiedet von der Schulkonferenz am 22.06.2016

 

 

 

Inhalt

Leitbild der Schule

Informationen zur Schule

A Derzeitiger Entwicklungsstand

    1 Fachorientierte Lehrgänge

        1.1 Mathematik

        1.2 Deutsch

        1.3 Sachunterricht

        1.4 Sport / Schwimmen

        1.5 Kunst / Textilgestaltung

        1.6 Musik

        1.7 Hauswirtschaft

        1.8 Werken (mit Holz)

    2 Konzepte und Förderangebote

        2.1 Autismusförderung / TEACCH

        2.2 Umgang mit Schülern mit herausforderndem Verhalten

                2.2.1 Maßnahmen zur Förderung des Sozialverhaltens

                2.2.2 Instrumentarium zur Gewaltprävention und Konfliktbewältigung

                2.2.3 Instrumentarien der kollegialen Beratung

        2.3 Zusammenarbeit mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle

        2.4 Unterstützte Kommunikation

        2.5 Förderung von Schülern mit intensivpädagogischem Förderbedarf

        2.6 Arbeitsgemeinschaften

        2.7 Berufspraxisstufe

    3 Besondere Projekte

        3.1. Lernwerkstatt Bochum-West

        3.2 Theater AG   

        3.3 Schulband (siehe auch Musik)

        3.4 Klettern

        3.5 Reiten

        3.6 Kultur und Schule

        3.7 Stadtteilprojekte

        3.8 Temporäre und ständige Kooperationspartner

 

B Planung der Schulentwicklung

    4 Schulentwicklungsprojekte

        4.1 Gute gesunde Schule - Lebensraum Schulhof

        4.2 Individuelle Förderung unter dem Schwerpunkt Methodenkompetenz und selbständiges Arbeiten

 

 

Leitbild der Schule

Für das Leben lernen - professionell begleitet

dieses Leitbild prägt die Schulentwicklung der Janusz-Korczak-Schule seit November 2005 und hat auch weiterhin für uns Gültigkeit. Betrachtet man die erläuternden Leitsätze so wird deutlich- dieses Leitbild ist heute genauso aktuell wie im Jahre 2005.

 

Informationen zur Schule

Die Janusz-Korczak-Schule (zukünftig JKS) ist eine der beiden städtischen Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in Bochum.

Zurzeit werden bei uns 133 SchülerInnen, davon 46 SchülerInnen mit intensivpädagogischem Förderbedarf, von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe II, von 37 SonderpädagogInnen und FachlehrerInnen mit sonderpädagogischer Ausbildung unterrichtet. Sie werden dabei von 13 Klassenassistenten und sechs Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes unterstützt. Eine Schulsozialarbeiterin berät darüber hinaus Lehrer, Schüler und Eltern.

Nach energetischer Sanierung und Brandschutzsanierung verfügt die Schule über zwei sehr helle, barrierefreie Schulgebäude ergänzt durch einen Pavillon und eine Turnhalle.

Haus A ist das Schulgebäude für die Sekundarstufe II und wurde abgestimmt auf die Bedürfnisse erwachsener SchülerInnen eingerichtet.

Hier befinden sich zudem die Verwaltung, das Lehrerzimmer, kombinierbar zu einem Mehrzweckveranstaltungsraum, und die Lernwerkstatt.

Im Haus B sind alle anderen Klassen von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe I untergebracht, weiterhin die kleine Mensa und die Essensausgabe, zwei Differenzierungsräume zur psychomotorischen Förderung, der Snoezelenraum, der TEACCH-Raum sowie eine Lehrküche.

Die Schulsozialarbeiterin hat ihr Büro in der 3. Etage.

In dieser Etage befinden sich auch eine umfängliche Unterrichtsmaterialsammlung, vor allem für die Bereiche Deutsch, Mathematik und Sachunterricht, sowie der Sanitätsraum kombiniert mit dem Raum für Streitschlichtung.

Der Pavillon wird für die unterschiedlichen Berufsvorbereitungsgruppen der Sekundarstufe II genutzt.

Die Schule liegt innenstadtnah im Stadtteil Stahlhausen. Durch das Stadtumbauprojekt Bochum West hat sich der Stadtteil positiv entwickelt. Die Schule beteiligt sich gemeinsam mit Kooperationspartnern wie Grundschule und Kindertagesstätte an Projekten im Stadtteil sowie am jährlichen Stadtteilfest.

Die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr erlaubt es, dass SchülerInnen, die dazu in der Lage sind, ab der Oberstufe als Selbstfahrer zur Schule kommen können.

Über die regulären Angebote einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung (s. Lernbereiche) hinaus gibt es zahlreiche zusätzliche Angebote zur individuellen Förderung der heterogenen Schülerschaft.

So wird beispielsweise das reguläre Sportangebot ergänzt durch eine Fußball-AG, einmal wöchentlich Klettern, in einer Kletterhalle sowie therapeutisches Reiten auf einem Reiterhof.

Selbstverständlich nehmen alle SchülerInnen am Schwimmunterricht teil.

Im künstlerisch musischen Bereich treffen sich einmal wöchentlich die Theatergruppe und die schuleigene Band Jakombo.

Einmal wöchentlich werden von der 3. bis 11. Klasse Arbeitsgemeinschaften nach Wahl der Schüler angeboten. Das Angebot reicht über Sport, Musik, Kunst, Hauswirtschaft bis hin zur Gartenarbeit und wird den Bedürfnissen und Wünschen der SchülerInnen angepasst.

Unsere Schule hat zahlreiche ständige und temporäre Kooperationspartner. Unter anderem besteht seit vielen Jahren eine Kooperation mit der Musikschule Bochum. Im Rahmen des Musikspiels bekommen die SchülerInnen der Primarstufe eine musikalische Grundausbildung. Eine detaillierte Übersicht befindet sich unter Punkt 3.8.

Bereits zum fünften Mal beteiligt sich die JKS am Projekt Kultur und Schule NRW im Schuljahr 15/16 mit einem Trommelprojekt.

Es gibt weitere zahlreiche außerunterrichtliche Angebote zugeschnitten auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der SchülerInnen:

 

Neugierig geworden unsere Schule kennenzulernen?

 

Sie finden uns:

Alleestr. 117 A/ B (Zugang über Helenenstraße)

44793 Bochum

Tel. 0234 13879

@mail : jks-bochum@gmx.de

oder besuchen Sie unsere Website unter
www.jks-bochum.de

 

 

Ansprechpartner:  M. Rapp (Schulleiterin)

                            K. Althoff (stellvertretende Schulleiterin)

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A Derzeitiger Entwicklungsstand

1  Fachorientierte Lehrgänge

1.1  Mathematik

Aussagen zu Zielen in Bezug auf das Leitziel

In vielen Lebensbereichen ist Mathematik/UmgangMengenZahlenGrößen präsent.

Die Unterrichtsinhalte des Lernbereichs Mathematik/UMZG umfassen den pränumerischen und den numerischen Bereich.

Der pränumerische Bereich beinhaltet die Bereiche

Der numerische Bereich beinhaltet die Bereiche

Der Unterricht hat Lebens- und Alltagsrelevanz. Daher liegt der Schwerpunkt auf selbstständigem Handeln und lebenspraktischer Anwendung.

Aussagen zu den Inhalten

Seit 2011 gibt es das von uns mitentwickelte und schulübergreifende Curriculum Mathematik/UMZG für die Förderschulen GG und KM. Es besagt:

Dabei werden zu erwerbende Kompetenzen in zwei Bereiche unterschieden:

Prozessbezogene Kompetenzen

  • Erkennen/Deuten

  • Kommunizieren/Darstellen

  • Problemlösen

  • Argumentieren

  • Anwenden/Übertragen

Inhaltsbezogene Kompetenzen

  • Pränumerischer Bereich

  •  Numerischer Bereich

  • Größen

  • Geometrie

  • Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten

Zur fachspezifischen Diagnostik wurden an unserer Schule Diagnostikkisten zu inhaltsbezogenen Kompetenzen erstellt. Sie werden in der Primarstufe und bei Quereinsteigern eingesetzt, um deren Kompetenzen und Förderbedarf festzustellen.

Absprachen

 

1.2  Deutsch

Die im Fach Deutsch vermittelten Kompetenzen sind von grundlegender Bedeutung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und der sozialen Integration.

Kompetenzerweiterungen finden in Anlehnung an die Richtlinien NRW in folgenden Bereichen statt:

Kommunikation als menschliches Grundbedürfnis gilt als elementarer Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, der alle Bereiche des täglichen Lebens betrifft. Der Erwerb kommunikativer Kompetenzen ermöglicht es den SchülerInnen, Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle mitzuteilen und auszutauschen, miteinander in Beziehung zu treten, sich zu verständigen, zu informieren, sich die Umwelt zu erschließen und zu ordnen und sich in der Öffentlichkeit zu orientieren.

Damit alle SchülerInnen Kommunikationsprozesse erfolgreich erleben können, kommen neben der gesprochenen Sprache auch die Kommunikation über Symbole (DGS), Gebärden (METACOM) und individuelle Kommunikationshilfen (Kommunikationstafeln, Bücher, verschiedenste Talker, elektronische Sprachausgabegeräte) zum Einsatz.

Der Erwerb der Lese- und Schreibkompetenzen berücksichtigt den erweiterten Lese- und Schreibbegriff, der das Wahrnehmen, Deuten und Verstehen von Situationen, Bildern, Symbolen, Signalwörtern, Ganzwörtern und schriftlichen Texten einschließt.

In der JKS findet die Förderung im Lernbereich Deutsch in den Schulbesuchsjahren 1 und 2 vorwiegend im Klassenunterricht statt. Die im Kindergarten angebahnten Hilfen zur Unterstützung der Kommunikation werden aufgegriffen und erweitert und SchülerInnen werden gegebenenfalls mit neuen Kommunikationshilfen versorgt. Es findet ein enger Austausch mit den SprachtherapeutInnen statt. Im Bereich Lesen und Schreiben beginnt die Förderung mit dem Lesen von Situationen, Bildern, Symbolen und Ganzwörtern. Eingeführt und geübt werden Arbeitstechniken, z.B. feinmotorische Übungen, Bleistift- und Scherenhandhabung. 

Die individuelle Förderung setzt eine genaue Diagnostik voraus. Diese wird im 1. Schulbesuchsjahr mit schuleigenem Diagnostikmaterial im ersten Schulhalbjahr durchgeführt.

Ab der Klasse 3 bis einschließlich Sekundarstufe I beginnt das Kurssystem zweimal in der Woche mit möglichst leistungshomogenen Gruppen.

Laut Konferenzbeschluss wird der „klick! – Leselehrgang“ verbindlich zum Lesen lernen eingesetzt. Er wird ergänzt durch schuleigene modifizierte Lautgebärden. Eine Materialsammlung sowie die Möglichkeiten der schuleigenen Lernwerkstatt unterstützen die Förderung im Lernbereich Deutsch.

In der Sekundarstufe II (BPS) liegt der Schwerpunkt der Förderung im Erhalt und in der Anwendung der erworbenen Kenntnisse. Im Rahmen der Berufsvorbereitung müssen z.B. Bewerbungen geschrieben, Gespräche geführt, Behördengänge vorbereitet und Informationen eingeholt werden.

Für den Lernbereich Deutsch hat der Arbeitskreis der Förderschulen GG und KM Bochum/Herne ein Curriculum erstellt, das den Schulen aktuell vorliegt.

 

1.3  Sachunterricht

Aussagen zu den Zielen in Bezug auf das Leitziel

Es ist die Aufgabe des Sachunterrichtes, SchülerInnen bei der Entwicklung von Kompetenzen zu unterstützen, die sie benötigen, um sich in ihrer Lebenswelt zurechtzufinden, sie zu erschließen, sie zu verstehen und sie verantwortungsbewusst mitzugestalten.

Somit stellt der Sachunterricht in Bezug auf unser Leitziel „Für das Leben lernen - professionell begleitet “ einen Lernbereich von ganz elementarer Bedeutung für unsere Schule dar.

Im Sachunterricht wird unseren SchülerInnen eine alters- und entwicklungsgemäße grundlegende Orientierung für ihre Welterschließung vermittelt.

Die im Unterricht erworbenen Kompetenzen sollen alle SchülerInnen befähigen, sich mit der Lebenswirklichkeit sachgerecht auseinanderzusetzen und sie tragen dazu bei, ihre Handlungsfähigkeit - mit Blick auf die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben - soweit wie möglich zu erhöhen.

 

Aussagen zu den Inhalten

Das schulübergreifende Curriculum Sachunterricht für die Förderschulen GG und KM von 2012 dient dem Lehrerkollegium bei der Auswahl von Inhalten als Grundlage, Orientierung und Anregung.

Der Inhalt gliedert sich dabei in folgende Bereiche:

Die Inhalte sind keiner Altersstufe zugeordnet, sondern orientieren sich am individuellen Entwicklungsstand der SchülerInnen.

Im Sinne eines Spiralcurriculums werden die Inhalte im Laufe der Schulzeit wiederholt und entsprechend der Altersstufe / Entwicklungsstufe modifiziert.

Dem Kollegium steht ein gut ausgestatteter Medienraum zur Verfügung, in dem sich unter anderem verschiedene „Themenkisten“ befinden.

Diese enthalten unterschiedlichen Unterrichtsmaterialien (z.B. Arbeitsblätter, Spiele, Gegenstände, Bilderbücher, Literatur etc.) zu den o.g. Inhalten.

Die Themenkisten (u.a.: „Die Jahreszeiten“, „Mein Körper“, „Verkehrserziehung“, „Müll“, „Die Uhr“, „Bauen und Konstruieren“, „Unsere Erde- unser Sonnensystem“, „Feuer und Wasser“, „Pflanzen“, „Die Feuerwehr“, „Gesunde Ernährung“, „Sexualität“, „Erste Hilfe“, „Bochum und Umgebung“ etc.) werden von der Fachkonferenz Sachunterricht laufend erweitert.

Die Mitglieder der Fachkonferenz Sachunterricht ergänzen die Kisten regelmäßig und legen neue Themenkisten an.

 

Absprachen

Um der Aufgabe gerecht zu werden, unseren SchülerInnen zu helfen, sich ihre Lebensumwelt zu erschließen und aktiv an ihr teilzuhaben, gibt es Absprachen bzgl. verschiedener (immer wiederkehrender) gemeinsamer Veranstaltungen.

So findet einmal monatlich ein Gemeinschaftstreffen der gesamten Schule statt, das von jeweils einer der Klassen geplant und gestaltet wird.

Auch „Jahreszeitliche Feiern“ (wie z.B. St. Martin, Weihnachten, Ostern, Karneval) haben einen festen Platz im Schuljahresplan. Sie werden entweder stufenübergreifend oder klassenintern geplant und durchgeführt.

Darüber hinaus findet in der Adventzeit regelmäßig ein wöchentliches Singen der gesamten Schüler- und Lehrerschaft statt.

Der jährliche Weihnachtsgottesdienst und der Einschulungsgottesdienst für die Erstklässler sowie das vorweihnachtliche Kaffeetrinken in jeder Klasse mit SchülernInnen, Eltern und ErzieherInnen stärken und verankern das soziale Miteinander unserer Schulgemeinschaft und tragen dazu bei, dass wir unserem Leitziel „Für das Leben lernen - professionell begleitet“- gerecht werden.

 

1.4  Sport / Schwimmen

Sportangebote finden an der JKS in vielfältiger Weise statt, so dass die SchülerInnen durch den Sport- und Schwimmunterricht sowohl im Klassenverband als auch in Leistungsgruppen und Arbeitsgemeinschaften individuell gefördert werden. Auch außerhalb des Fachunterrichtes bieten wir durch die Gestaltung des Schulhofes und die Ausstattung der Schule Bewegungsanreize, beispielsweise in der Gestalteten Freizeit und den Hofpausen. Zusätzliche Unterstützung ergibt sich aus der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Physio- und Ergotherapeuten, die nach ärztlicher Verordnung therapeutische Maßnahmen in der Schule anbieten.

Durch die Auswahl der Inhalte zielen wir, basierend auf der Förderung der Motorik, ebenfalls auf die Entwicklung sozialer Verhaltensweisen sowie der Persönlichkeitsentwicklung ab.

Sport- und Spielveranstaltungen ermöglichen den SchülerInnen das Zusammentreffen und Erleben mit SchülerInnen aus anderen Klassen aber auch aus anderen Schulen. Für leistungsstärkere SchülerInnen gibt es die Möglichkeit von Vergleichswettkämpfen.

Neben dem Sport- und Schwimmunterricht (jeweils 2 Wochenstunden pro Woche pro Klasse) bieten wir unter anderem Folgendes an:

Variierende Arbeitsgemeinschaften und klassenübergreifende Angebote

  • Fuß- und Basketball

  • Tischtennis

  • Ringen und Raufen

  • Boxen

  • Inlineskating

  • Nordic Walking

  • Tanzen

  • Entspannung

  • Sport für übergewichtige SchülerInnen

  • Yoga

  • Schwimmen für Schwerstbehinderte

  • Klettern

  • Reiten

Sportveranstaltungen und Turniere

  • Fußballturniere

  • Basketballturniere

  • Tischtennisturniere

  • Schwimmfeste für Nichtschwimmer

  • Schwimmfeste für Schwimmer

  • Lauf an der Jahrhunderthalle

  • Besonderer Bewegungstag

  • Bolympia (Sport- und Spielfest der JKS)

  • Bolympiade (Landessportfest)

  • Streetsoccer (2x pro Jahr mit dem Fanprojekt Bochum)

  • Sportangebote mit außerschulischen Partnern

 

Außerschulische Lernorte

  • Skifreizeit in Österreich

  • Westpark

  • Spielplätze in der Umgebung

  •  Indoorspielplatz

  • KIKArena

  • Öffentliche Schwimmbäder

  • Mehrere Lehrschwimmbecken

  • Neolit (Kletterhalle)

  • Integrativer Reitbetrieb Franz-Sales-Haus

Schulische Ausstattung

  • Sporthalle (u.a. Trampolin, Judomatten, Cityroller, Schaukeln)

  • Gymnastikraum (u.a. diverse Kletter- und Balanciereinrichtungen)

  • Therapieraum (u.a. Boxausstattung, Schaukeln, Bällchenbad)

  • Snoezelenraum

  • Schulhof (u.a. Vogelnestschaukeln, Rutsche, Niedrigseilklettergarten, Balancierbalken)

  • Spieleausleihe (Freizeitspiele)

  • Fahrradkeller (u.a. Trike, Räder)

 

1.5  Kunst / Textilgestaltung

Kunst

Die Förderung der Kreativität und Ausdrucksfähigkeit ist das vorrangige Ziel des Kunstunterrichtes an der JKS.

Mit dem Ziel der größtmöglichen Persönlichkeits- und Selbständigkeitsentwicklung werden alle Bereiche der Wahrnehmung ganzheitlich angesprochen.

Inhalte sind das bildnerische und plastische Gestalten, bei dem unterschiedliche Materialien, Werkzeuge und Techniken kennengelernt und angewandt werden.

Der Unterricht findet sowohl im Klassenverband als auch in Arbeitsgemeinschaften oder differenzierten Lerngruppen statt.

 

Textilgestaltung

Inhalte für das Fach Textilgestaltung sind der Umgang und die Verarbeitung textiler Materialien mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen.

Textile Gestaltung im Rahmen der Arbeitslehre orientiert sich am Curriculum der BPS.

Das textile Gestalten findet an der JKS im Klassenverband, in Arbeitsgemeinschaften und in differenzierten Lerngruppen statt.

Die SchülerInnen präsentieren ihre Ergebnisse und Produkte aus dem Kunst- und Textilunterricht ihren Familien und im Rahmen von schulischen und außerschulischen Ausstellungen und Wettbewerben. Hierdurch werden Selbstwertgefühl und Wertschätzung gestärkt.

 

1.6  Musik

Musik spielt an der JKS eine große Rolle. Musikalische Förderung findet im Klassenverband, in Arbeitsgemeinschaften, der Schulband und bei diversen schulischen Anlässen statt. Im Musikraum befinden sich neben Instrumenten für den Musikunterricht eine Verstärkeranlage sowie eine Vielzahl kleiner und großer Percussion Instrumente.

Zurzeit besteht das musikalische Betätigungsfeld aus folgenden Bereichen:

Schulband

Die Schulband ‚Jakombo‘ arbeitet in wechselnder Besetzung. Grundsätzlich haben SchülerInnen ab der Sekundarstufe I die Möglichkeit, in der Schulband mitzuspielen (z.B. in den Bereichen Gesang, Rhythmus, Keyboard, Gitarre, E-Bass). Die Schulband probt regelmäßig einmal wöchentlich und wird zur Zeit von zwei Lehrerinnen betreut. Die SchülerInnen können sich jeweils zu Beginn eines Schuljahres für die Schulband „bewerben“. Die regelmäßige Teilnahme und der eigenständige Aufbau der Instrumente fördern das Verantwortungsgefühl. Die jeweilige Songauswahl beruht auf einem kreativen Dialog aller Beteiligten.

Unsere Schulband ist ein fester Bestandteil des Schullebens; sie gestaltet die jährliche Entlassfeier und alle Schulfeste durch ihre Auftritte mit. Zudem tritt Jakombo auch auf Bandfestivals anderer Förderschulen auf. Das Agieren auf einer Bühne vor Publikum ist für die MusikerInnen eine große Herausforderung und ebenso ein Ereignis, das ihnen viel Selbstvertrauen und Bestätigung gibt. Das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Band wächst mit jedem gemeinsam absolvierten Auftritt. Hierdurch schaffen es teilweise auch SchülerInnen mit herausfordernden Verhaltensweisen, sich in die Gruppe einzufügen und deren Regeln zu akzeptieren.

Musik-AG

Alle SchülerInnen haben die Möglichkeit, sich zu Beginn des Schuljahres im Rahmen des AG-Nachmittages für eine Musik-AG zu entscheiden.

Für die Primarstufe stehen hierbei vorwiegend Spiel- und Bewegungslieder oder auch der Einsatz einfacher Rhythmusinstrumente zur Liedbegleitung im Vordergrund.

In der Sekundarstufe I erhalten die SchülerInnen die Möglichkeit verschiedene Soloinstrumente auszuprobieren oder den Gesang mit Verstärkeranlage auszuprobieren. Grundsätzlich können die SchülerInnen sich ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend einbringen sowie Vorschläge und Wünsche bei der Musik-Auswahl äußern.

Musik-Unterricht und Unterricht mit Musik

Der Musikunterricht findet auch im Klassenverband statt. Die LehrerInnen können sich Instrumente im Musikraum ausleihen; zudem haben viele Klassen ein Repertoire an eigenen Instrumenten.

Musik wird an der JKS als gestalterisches und strukturierendes Element fächerübergreifend in den Unterricht einbezogen, beispielsweise zur Begrüßung und Verabschiedung, als Einstimmung auf ein Unterrichtsthema, zur Unterstützung von Bewegungs- und Entspannungsphasen.

Das gemeinschaftliche Singen hat an der JKS einen großen Stellenwert und wird fächerübergreifend gefördert. So nahmen wir wiederholt mit einigen Klassen am Projekt „Klasse - wir singen“ mit abschließendem Gesangsfest in der Dortmunder Westfalenhalle teil.

In der Adventszeit treffen wir uns einmal wöchentlich mit der gesamten Schulgemeinschaft zum Singen.

Auch beim monatlichen Gemeinschaftstreffen ist das gemeinschaftliche Singen und Musizieren ein fester Bestandteil.

Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen

Im Rahmen des „Bochumer Modells“ haben SchülerInnen der Primarstufe die Möglichkeit, am „Musikspiel“ (Spiel- und Bewegungslieder) der Musikschule Bochum teilzunehmen.

 

1.7  Hauswirtschaft

Auch im Lernbereich "Hauswirtschaft" ist unser Leitbild "Für das Leben lernen" Programm. Dieser Lernbereich zieht sich durch die gesamte Schullaufbahn; von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe II (Berufspraxisstufe).

Hierfür stehen den SchülerInnen zwei Lehrküchen und eine Einbauküche im Pavillon zur Verfügung. Die Lehrküche im Haus A ist außerdem für SchülerInnen mit Schwerstmehrfachbehinderung ausgestattet und barrierefrei nutzbar. In diesen Räumlichkeiten lernen unsere SchülerInnnen wichtige Alltagskompetenzen für die Selbstversorgung, aber auch für ihr späteres berufliches Leben.  Dabei ist es möglich, auf unterschiedlichen Niveaustufen zu arbeiten und so alle SchülerInnen mit ihren individuellen Fähigkeiten am Unterricht teilhaben zu lassen.

Über den regulären Hauswirtschaftsunterricht hinaus finden Aktionstage und Wettbewerbe, Projekttage/-wochen, Unterricht mit externen Fachkräften (Landfrauen), Schulfesten und Feste im Jahreskreis statt.

Unsere Schule bezieht seit dem Jahr 2011 Schulobst und -gemüse aus dem EU/ Landesförderprogramm, welches wöchentlich in Bio-Qualität geliefert wird. http://schulobst.nrw.de

In der Primarstufe findet der Hauswirtschaftsunterricht vorwiegend in den Klassenräumen statt. Hier wird beispielsweise das Frühstück selber zubereitet und so ein Grundstein für die Thematik der gesunden Ernährung gelegt.

In der Primarstufe werden Basiskompetenzen in folgenden Bereichen angebahnt:

In der Sekundarstufe I werden die oben genannten Basiskompetenzen vertieft und um folgende Inhalte erweitert:

Hierzu wird der aid-Ernährungsführerschein verbindlich als Basisbaustein zur Ernährungsbildung eingesetzt.

Er beinhaltet Unterrichtseinheiten zum Üben und Vertiefen von Arbeitsroutinen, einer theoretischen und praktischen Lernkontrolle und er endet mit der Übergabe eines Ernährungsführerscheins. Die SchülerInnen lernen wichtige Küchentechniken, Hygieneregeln und die aid-Ernährungspyramide kennen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte werden in sechs verbindlichen Unterrichtseinheiten vorgegeben, die je nach Förderbedarf ausgeweitet werden können und so in kleinen Schritten zu mehr Selbständigkeit der SchülerInnen führen.

Konzeptionell ist eine weitere freiwillige Einheit vorgesehen, in denen die SchülerInnen zusätzlich die Garverfahren "Kochen und Backen" kennenlernen und erproben.

Mit dem aid-Ernährungsführerschein wollen wir den SchülerInnen ermöglichen, Nahrungsmittel kennen zu lernen und diese mit allen Sinnen wahrzunehmen, Speisen fachgerecht zuzubereiten und zu genießen. Dabei sollen die SchülerInnen Spaß am "Selbstmachen", am "Experimentieren" und am "gemeinsamen Essen" entwickeln.

In der Sekundarstufe II (Berufspraxisstufe) liegt der Schwerpunkt auf selbstständigem Arbeiten, der Selbstversorgung und der Berufsvorbereitung. So findet 1 x wöchentlich ein Berufsvorbereitungstag im Fachbereich Hauswirtschaft statt. Hier lernen die SchülerInnen praxisorientiert Arbeitsprozesse im Berufsfeld Hauswirtschaft im Rahmen des Schullebens kennen.

Die bereits erworbenen Kompetenzen werden gefestigt und erweitert um:

Fachorientierte Lehrgänge wie der aid-Ernährungsführerschein, schmeckExperten, etc. stehen als Unterrichtssammlung auf Nachfrage bei der Fachkonferenz zur Verfügung.

Die Sekundarstufe II nutzt bereits das BPS-Curriculum der Förderschulen Bochum/Herne mit den Förderschwerpunkten GG und KM.

 

1.8  Werken (mit Holz)

Der Bereich Holzwerken wird in unserer Schule ab der Sekundarstufe I regelmäßig mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten unterrichtet.

Zu Beginn der Arbeiten im Holzbereich geht es um das Kennenlernen der Arbeitsräume, der Werkzeuge und des Materials Holz mit einfachen Gestaltungs- und Werkaufgaben. Dabei wird die Aufgabenstellung dem Entwicklungsstand und den Fähigkeiten der einzelnen SchülerInnen angepasst.

Neben dem Arbeiten mit Geräten wie Schablone und Lineal, Feinsäge, Laubsäge, Feile, Raspel, Schmirgelpapier, Hammer und Nägel geht es vordringlich um den Erwerb von Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz.

Der Schwierigkeitsgrad der Arbeiten und der zu nutzenden Geräte wird kontinuierlich gesteigert, sodass in der Sekundarstufe II Arbeiten an den elektrischen Geräten und Maschinen ausgeführt werden können. Ziel ist das sachgerechte und zunehmend selbständige Arbeiten an Dekupiersäge, Schwing- oder Deltaschleifers sowie an der Standbohrmaschine.

Die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten werden anhand von Zertifikaten überprüft. Die SchülerInnen können einen Bohrmaschinen- oder einen Dekupiersägenschein in unterschiedlichen Niveaustufen erwerben.

 

2  Konzepte und Förderangebote

2.1  Autismusförderung / TEACCH

In allen Klassen der JKS gibt es SchülerInnen mit AutismusSpektrumStörungen (ASS), die in ihrer Individualität gefördert und gefordert werden. Die Förderung dieser Schüler erfolgt auf der Basis des schuleigenen Konzeptes aus dem Schuljahr 2013/14.

Hierzu werden vorwiegend Förderansätze aus dem TEACCH-Konzept umgesetzt.

Materialien wie Arbeitsdosen, Kistenaufgaben, Schuhkartonaufgaben, Tablettaufgaben, Arbeitsmappen sowie Kommunikationsbücher (nach PECS) in unterschiedlichen Anforderungsniveaus sind vorhanden und werden flexibel eingesetzt.

Die Arbeit mit TEACCH–Materialien erfolgt durchgängig in allen Stufen zurzeit vor allem in den Differenzierungskursen Lesen und Schreiben und Mathematik sowie im Rahmen der Freiarbeit. In den Differenzierungskursen gibt es keine spezielle TEACCH- Gruppe, sondern die SchülerInnen mit ASS sind gemäß ihren Fähigkeiten und Lernvoraussetzungen einer homogenen Gruppe zugeteilt und werden dort nach den TEACCH – Prinzipien gefördert.

Die individuellen Arbeitsmaterialien der SchülerInnen werden beim Übergang in eine andere Stufe oder einem Wechsel in eine andere Klasse mitgegeben, so dass Kontinuität in der Förderung gewährleistet werden kann.

Ebenso findet im Rahmen von Schülerbesprechungen oder Beratungen ein Erfahrungsaustausch bezüglich der Besonderheiten der SchülerInnen mit ASS statt.

Durch die Einrichtung eines TEACCH-Raumes im Schuljahr 2015/16 besteht die Möglichkeit zur Förderung der SchülerInnen in einem ihren Bedürfnissen entsprechend gestalteten Umfeld.

 

2.2  Umgang mit Schülern mit herausforderndem Verhalten

Der Umgang mit SchülerInnen mit herausforderndem Verhalten beschäftigte als Schulentwicklungsthema die JKS seit der Entwicklung des Schulprogramms im Jahr 2000 bis ins Jahr 2014. Am 12.Mai 2014 wurde in einer Kollegiums internen Fortbildung versucht, ein Konzept fußend auf der Arbeit der vergangenen Jahre zu entwickeln.

 

2.2.1     Maßnahmen zur Förderung des Sozialverhaltens

Schulregeln

In der Schulkonferenz vom 12.03.2014 wurden die in einer Arbeitsgruppe neu überarbeiteten Schulregen verabschiedet. Die Schulregeln sind in Wort und Bild den SchülerInnen zugänglich.

Erziehungsvertrag

Die JKS schließt mit den Eltern einen Erziehungsvertrag ab, in dem die Rechte und Pflichten aller an Erziehung Beteiligten festgeschrieben sind.

Gemeinschaftstreffen

Einmal im Monat findet in der JKS laut Beschluss vom 12.Mai 2014 (Pädagogische Konferenz) ein Gemeinschaftstreffen statt. Jeweils eine Klasse im rollierenden System ist für das Rahmenprogramm verantwortlich. Feste Programmpunkte des Gemeinschaftstreffens sind:

Das Treffen soll das Gemeinschaftsgefühl der Schulgemeinschaft stärken und Transparenz bezüglich schulischer Ereignisse schaffen.

Das Gemeinschaftstreffen wurde zur Konferenz 25.02.2015 zwischenevaluiert. Als Ergebnis wurde eine Fortsetzung des Gemeinschaftstreffens beschlossen. Eine endgültige Evaluation und Implementierung hat im Schuljahr 2015/16 stattgefunden. Die Durchführung des monatlichen Gemeinschaftstreffens mit dem bisherigen Ablauf wurde auf der Konferenz am 21.01.2016 verabschiedet.

 

2.2.2  Instrumentarium zur Gewaltprävention und Konfliktbewältigung

Bensberger Mediations Modell (BMM)

Das Bensberger Mediations Modell wird an der JKS als Instrumentarium zur Gewaltprävention und zur Konfliktbewältigung eingesetzt. Dieses Instrumentarium wird auch in den umliegenden Institutionen des Stadtteils zur Gewaltprävention angewendet.

Folgende Vereinbarungen wurden in der Pädagogischen Konferenz am 12.05.2014 getroffen:

Locker bleiben

Zunehmend zeigen SchülerInnen im Schulalltag herausfordernde und sozial unerwünschte Verhaltensweisen. Dabei liegt der Förderbedarf nicht unbedingt in der geistigen Behinderung begründet, sondern ist häufig sozial erlerntes Verhalten.

Das Konzept Locker bleiben geht speziell auf diese Schülergruppe ein.

Locker Bleiben ist ein Sozialtraining insbesondere für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung und zusätzlich erhöhtem Förderbedarf im Bereich ihrer emotional-sozialen Entwicklung.

Es berücksichtig die lern- und entwicklungspsychologischen Voraussetzungen und Besonderheiten der Kinder und Jugendlichen auf allen Ebenen und spricht diese an. Die gewählten Inhalte und Anforderungen sind für die Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf kognitiv fassbar und altersangemessen.

Grundsätzlich ist das Konzept basal-leiblich ausgerichtet und nach Bedarf können kognitiv-lerntheoretische Komponenten eingeflochten werden. Wiederkehrende Strukturen und Rituale sind fester Bestandteil. Dissonanzen, Schwierigkeiten und Konflikte sind gewollt und Teil des Konzeptes.

Die Leitidee von Locker bleiben ist:

Vom ICH zum DU zum WIR!

Locker bleiben bedient sich bei der Auswahl der Übungen aus den Bereichen Kooperationssport, Erlebnispädagogik, Ringen und Kämpfen, Psychomotorik und soziales Lernen.

Zielsetzungen:

Rahmenbedingen:

 

Aktive Pause:

Es gibt 2 Hofpausen täglich:

 

Spielausleihe:

In der 1. Hofpause wird den SchülerInnen eine Spielausleihe angeboten.

 

Weitere Spiel- und Bewegungsangebote auf den zwei Schulhöfen ( A/B):

 

Regelmäßige Aktiv-Pausen-Angebote:

Der zweigeteilte Schulhof bietet Entfaltungsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Altersstufen.

Der Schulhof Haus B wird in der Regel von den SchülerInnen der Primar- und Sekundarstufe I genutzt, der Schulhof Haus A von den SchülerInnen der Sekundarstufe II.

 

Regenpause

In Regenpausen wird den SchülerInnen innerhalb ihrer Klasse ein Spielangebot gemacht. Zusätzlich zu den Klassenassistenten ist ein Lehrer der Klasse anwesend.

 

Besondere Pause

Als Pausenkonzept für SchülerInnen mit herausforderndem Verhalten, die in unübersichtlichen, freien Spielsituationen überfordert sind und schnell in Konfliktsituationen geraten.

Die SchülerInnen erhalten eine ca. 15-minütige vorgezogene Bewegungspause auf dem Schulhof. Inhalte sind freies Bewegen, Fangen oder Verstecken spielen, Fahrrad fahren, Sandspiel, Ballspiel, u.Ä.

Während der 1. Pause werden die SchülerInnen von einer Lehrerin und einer weiteren Aufsichtsperson (in der Regel von der Schulsozialarbeiterin Frau Azbel) betreut.

Die Pause findet in einem Klassenraum, dem Flur oder wenn möglich im Gymnastikraum statt.

Die Inhalte orientieren sich an den Bedürfnissen und Interessen der anwesenden SchülerInnen. Möglich sind Bewegungsangebote im Gymnastikraum oder auf dem Flur, Spielangebote wie Spielen mit Wasser, Sand, Knete, Puzzle, Tip Toi, Bauen, Malen und Basteln, Gesellschaftsspiele, u.ä.

Die Gruppe sollte nicht größer als 5 Schüler sein. Über die SchülerInnen, die an diesem Angebot teilnehmen dürfen, wird in der Lehrerkonferenz abgestimmt.

Wichtig: Die Besondere Pause ist ein regelmäßiges Angebot für bestimmte SchülerInnen; sie gilt nicht als Pausenverbot!

 

2.2.3  Instrumentarien der kollegialen Beratung

Schülerbesprechung

Die Schülerbesprechung wird an der JKS als Instrumentarium zur Kollegialen Beratung regelmäßig genutzt.

Es bestehen folgende Vereinbarungen:

 

2.3  Zusammenarbeit mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle 

Bereits im Laufe des Schuljahres 2014/2015 nahm der Lehrerrat der Janusz-Korczak-Schule Kontakt zur Schulpsychologischen Beratungsstelle Bochum auf mit dem Ziel, ein Angebot zur Kollegialen Fallberatung wahrzunehmen.

Während des ersten Halbjahres des Schuljahres 2015/2016 fanden dann insgesamt sechs Treffen einer Gruppe von sieben Lehrerinnen und Lehrern mit zwei Psychologinnen der Beratungsstelle statt.

An jedem Beratungstermin einigte sich die Gruppe zu Beginn auf ein „Fallbeispiel“, welches von einer Kollegin oder einem Kollegen vorgestellt wurde. Dabei handelte es sich in der Regel um ein Problem im Umgang mit einer Schülerin oder einem Schüler der eigenen Klasse.

Anhand eines Ablaufplans zur Kollegialen Fallberatung erarbeitete die Gruppe im Verlauf der Sitzung gemeinsame Ideen für einen veränderten Umgang mit dem vorgestellten Kind.

Dabei bestand ein Hauptteil der Sitzung darin, die „Lehrerinnenrolle“ kurzzeitig abzulegen und stattdessen das Kind „mit anderen Augen“ zu sehen. So versuchten die Gruppenmitglieder, das Kind durch den Wechsel der Perspektive z.B. aus Sicht einer Mutter, eines Mitschülers oder aus der Sicht des Kindes selbst zu betrachten. In diesem Prozess trugen die interessanten Impulse der beiden Schulpsychologinnen maßgeblich dazu bei, aus den verschiedenen Blickwinkeln heraus neue Ideen bzw. Lösungsmöglichkeiten für den Umgang mit einem schwierigen Kind zu entwickeln.

Das Beratungsangebot endete nach sechs Sitzungen; es besteht jedoch die Möglichkeit, die Gruppe zur Kollegialen Fallberatung zu einem späteren Zeitpunkt – auch mit Unterstützung der Schulpsychologischen Beratungsstelle -  weiterzuführen.

 

2.3.1  Formales Vorgehen bei SchülerInnen mit herausforderndem Verhalten

Allgemeines

Erörtern des Problems in der Teambesprechung (hilfreich kann sein: Formblatt) Information und Gespräch mit den Erziehungsberechtigten

Information an Schulleitung

Anmelden zur Schülerbesprechung oder ggfls. PVU als Einzelhilfe

Erstellen eines Förderplans bezüglich der Problematik

Krisenintervention

Ordnungsmaßnahmen nach § 53 Schulgesetz (kann nur bei SchülerInnen angewendet werden, die ihr Verhalten reflektieren können)

Das Vorgehen ist im § 53 gut beschrieben und einzuhalten.

Bitte vor allem auch die Information Einladung der Erziehungsberechtigten zur Klassenkonferenz beachten.

 

§ 54 Schulgesundheit

§ 54 Abs.4: SchülerInnen, deren Verbleib in der Schule eine konkrete Gefahr für die Gesundheit anderer bedeutet, können vorübergehend oder dauernd vom Schulbesuch ausgeschlossen werden. Die Entscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter auf Grund eines Gutachtens des schulärztlichen Dienstes. Bei Gefahr im Verzuge ist die Schulleiterin oder der Schulleiter befugt, einen vorläufigen Ausschluss vom Besuch der Schule auszusprechen.

Bitte beachten: Hier ist eine Dokumentation der bisherigen Maßnahmen sehr wichtig.

Dokumentation der Vorfälle auf dem Formblatt.

Abheften des Formblattes in jedem Fall auch in der Akte.

 

Verkürzte Beschulung

Die verkürzte Beschulung muss pädagogisch begründbar sein.

Das Einverständnis der Eltern ist in der Regel Voraussetzung.

Es muss ein Antrag an die Schulaufsicht gestellt werden (auf dem Dienstweg).

Die Maßnahme ist immer unter der Zielperspektive volle Beschulung zu sehen.

 

2.4  Unterstützte Kommunikation

Allgemeines zum Thema Unterstützte Kommunikation

An der JKS gibt es in allen Stufen und Klassen SchülerInnen, die sich aus unterschiedlichen Gründen lautsprachlich nur eingeschränkt oder überhaupt nicht äußern können.

In Anbetracht der allgemeinen und grundlegenden Bedeutsamkeit von Kommunikation im Leben eines jeden Menschen ergibt sich die Notwendigkeit, unseren SchülerInnen in diesem Bereich vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten. Aus diesem Grunde stellt die Unterstützte Kommunikation in Unterricht und Schulalltag der JKS ein durchgängiges und unverzichtbares Prinzip dar. Hierbei besteht das Ziel darin, allen SchülerInnen - unabhängig von ihrer verbalen Kommunikationsfähigkeit - die Möglichkeit zu geben, sich in ihrer Persönlichkeit auszudrücken, d.h. eigene Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen und sich am Unterricht und darüber hinaus aktiv gestalterisch zu beteiligen.

 

Aufgaben der Fachkonferenz UK

Um diesem Ziel näher zu kommen, arbeiten mehrere KollegInnen in einer UK-Fachkonferenz zusammen, die mehrmals im Schuljahr zusammenkommt und alle Themen bearbeitet, welche die SchülerInnen mit UK-Bedarf betreffen.

So wird z.B. in regelmäßigen Abständen eine Bestandsaufnahme der Kinder mit UK-Bedarf durchgeführt, um den Unterstützungsbedarf in den einzelnen Klassen festzustellen und entsprechend darauf zu reagieren, z.B. durch die Anschaffung entsprechender Hilfsmittel.

Mittlerweile besitzt die Schule bereits eine umfangreiche und vielfältige Medien- und Materialsammlung zum Thema UK (Fachbücher, Praxisanleitungen, Ratgeber, elektronische Kommunikationshilfen und Spielzeug zur Kommunikationsanbahnung) mit Ausleihmöglichkeit für LehrerInnen und TherapeutInnen. Diese wird jedes Jahr nach Anregungen der KollegInnen durch die Fachkonferenz erweitert und ergänzt.

 

Methoden in der UK (Gebärden und Symbole)

Um die Methoden der Unterstützten Kommunikation innerhalb der Schule zu vereinheitlichen, haben wir uns auf das Gebärdensystem der Deutschen Gebärdensprache (DGS) geeinigt. Durch die ´Gebärde des Monats´, welche beim monatlich stattfindenden Gemeinschaftstreffen eingeführt wird, werden die Gebärden den SchülerInnen nach und nach systematisch Nahe gebracht.

Zudem haben wir in der JKS einheitlich das Symbolsystem Metacom eingeführt, welches nicht nur im Unterricht, sondern z.B. auch zur Beschilderung der Räume genutzt wird.

Vor allem in den Klassen der Vor-, Unter- und Mittelstufe werden vorrangig Gebärden und Symbole aus dem Kernvokabular in Anlehnung an die „Kölner Tafel“ eingeführt.

Organisatorisches

SchülerInnen mit Bedarf im Bereich UK werden in der JKS nicht nur im Klassenverband, sondern auch in homogenen UK-Lerngruppen gezielt gefördert, so z.B. im Rahmen des klassenübergreifenden Leseunterrichts.

Eine Praxis für Logopädie bietet Therapie mit ärztlicher Verordnung innerhalb des Gebäudes während der Schulzeiten an. Auf diese Weise können Elemente der Sprachtherapie im Unterricht aufgegriffen und vertieft werden.

 

UK-Beratungslehrerinnen

An der JKS gibt es zwei UK-Beratungslehrerinnen, die regelmäßig in einem schulübergreifenden regionalen Arbeitskreis UK mitarbeiten.

Sie haben innerhalb der Schule insbesondere die Aufgabe, sich um die Belange einzelner SchülerInnen zu kümmern. So beraten sie KollegInnen bei der Auswahl und Nutzung geeigneter UK-Materialien (z.B. beim Einsatz schuleigener Talker) für entsprechende SchülerInnen.

Zudem initiieren, beraten und unterstützen sie Eltern und KollegInnen bei der Versorgung von SchülerInnen mit eigenen (elektronischen) Kommunikationshilfen, indem sie Vertreter der entsprechenden Hilfsmittel-Firmen gemeinsam mit den Eltern in die Schule einladen, das Beratungsgespräch begleiten und anschließend bei der Beantragung eines Hilfsmittels die notwendige Unterstützung leisten.

Anschließend begleiten die UK-Beratungslehrerinnen die Einführung einer neu bewilligten Kommunikationshilfe, indem sie z.B. die entsprechenden Einweisungstermine bzw. Beratungssprechstunden durch die Firmen organisieren.

 

Ziele

Mittelfristig hat die Fachkonferenz UK sich das Ziel gesetzt, die KollegInnen schwerpunktmäßig zum Thema „Kernvokabular/KölnerTafel“ weiter zu informieren und zu unterstützen.

Zudem ist geplant, eine Einweisung der KlassenassistenInnen in den Bereich UK auszuarbeiten und zu Beginn eines jeden Schuljahres durchzuführen.

Um bei einem Klassenwechsel von UK-SchülerInnen einen möglichst reibungslosen Übergang gewährleisten zu können, soll ein bereits vorliegender Übergabebogen mit wichtigen Informationen zu einzelnen SchülerInnen aus dem Bereich UK im Laufe des Schuljahres überarbeitet und dem Kollegium zur Verfügung gestellt werden.

 

2.5  Förderung von Schülern mit intensivpädagogischem Förderbedarf

Aussagen zu Zielen in Bezug auf das Leitziel

Grundlegend nehmen die schwerstbehinderten SchülerInnen an allen unterrichtlichen Aktivitäten teil. Sie werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten in die Arbeit mit der Gesamtklasse integriert. Sie erhalten zudem individuelle, an den Klassenthemen orientierte Aufgaben. All das richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der SchülerInnen, insbesondere bei der Kommunikation, der Ernährung, der Mobilität, der Hygiene und der besonderen, allgemeinen Befindlichkeit. Dabei werden für die Schwerstbehinderten immer Möglichkeiten der Mitgestaltung durch Mittel der UK eingeplant.

 

Aussagen zu den Inhalten

Die allgemeinen unterrichtlichen Themen werden zu basalen und individuellen Lerninhalten aufbereitet.

Im Leseunterricht gilt der erweiterte Lesebegriff und im Bereich UMZG wird im Rahmen der Pränumerik gearbeitet.

Den Bedürfnissen entsprechend gibt es besondere Phasen der Entspannung und des Rückzugs oder aber der körperlichen Aktivität. Hier stehen insbesondere der Snoezelenraum, der Mehrzweckraum (mit Bällebad und Schaukeln) oder der Gymnastikraum zur Verfügung.

Im Bereich Sport gibt es temporär für Schwerstbehinderte jeweils einmal in der Woche das spezielle Schwimmen und Reiten

 

Absprachen

Ab der Unterstufe finden Lesen und UMZG in klassenübergreifenden und förderbedarfsorientierten Gruppen statt. Es gibt dabei jeweils mindestens eine Gruppe für Schwerstbehinderte.

Es finden in jedem Schuljahr zwei besondere Bewegungstage für Schwerstbehinderte statt.

Wenn Schwerstbehinderte an besonderen Veranstaltungen für die Klasse oder Stufe nicht teilnehmen können, gibt es ein alternatives Angebot.

 

2.6  Arbeitsgemeinschaften

An der JKS wird ein bewusst schülerorientiertes Angebot unter Berücksichtigung der Neigungen, Interessen, Fähigkeiten und des Förderbedarfs der Schüler durchgeführt.

Nach zweimaliger Evaluation und Anpassung wird seit dem Schuljahr 2010/ 11 auf der oben beschriebenen Grundlage den SchülerInnen ein AG Angebot gemacht.

Die AG `s finden zurzeit Donnerstag im letzten Unterrichtsblock statt.

Das Auswahlverfahren:

Organisatorisches:

 

2.7  Berufspraxisstufe

Die Berufspraxisstufe (BPS) bildet die Abschlussstufe der Schule und ist in besonderem Maße auf die Vorbereitung des Berufs-und Arbeitslebens ausgerichtet. Die Schüler leisten hier ihre Berufsschulpflicht ab.

Der Unterricht in der Berufspraxisstufe unterliegt dem schulinternen Berufspraxisstufenkonzept von 2011 und dem schulinternen Curriculum von 2014. Das Berufspraxisstufenkonzept wurde 2015 evaluiert.

Die BPS umfasst mindestens 2 Schuljahre. Die SchülerInnen lernen besonders in den wechselnden Praxisgruppen (z.B. Hauswirtschaft, Bewirtung, Holzarbeiten Gartenpflege, Textilarbeiten, Wäschepflege und Kerzenwerkstatt) ihre Stärken einzubringen, sie üben zunehmend Arbeitstechniken für ihr späteres Berufsleben ein und erwerben berufsrelevante Kompetenzen. Dabei sind die Klassenstrukturen weitgehend aufgehoben, ein Großteil des Unterrichts findet in wechselnden Arbeitsgruppen statt.

Im Rahmen der Berufsorientierung geht es in unterschiedlichen Niveaustufen begleitend um die Vorbereitung auf das spätere Leben.
In der 1. Gruppe geht es hierbei vorwiegend um die Vorbereitung einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.  Dazu gehört die Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst (IFD) im Rahmen von Gesprächsrunden, vorbereitendem Training sozialer Kompetenzen sowie Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit Begleitung und Betreuung durch die Kollegin des IFD.

Die 2. Gruppe bereitet neben dem Thema Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) auf das Wohnen und Leben nach der Schule vor. Die SchülerInnen erfahren, welche Möglichkeiten sich bieten, welche Anforderungen an sie gestellt werden und welche Hilfsangebote sie zusätzlich in Anspruch nehmen können.

Die 3. Gruppe übt primär praktische Tätigkeiten wie Ordnen, Sortieren, Zusammenfügen u. ä. ein im Hinblick auf die spätere Tätigkeit in einer Werkstatt. Daneben gibt es ein vorbereitendes Tagespraktikum im letzten Schuljahr der BPS für einzelne Schüler, die mit einer ständigen Begleitung an die Arbeiten in der WfbM herangeführt werden.

Die SchülerInnen der BPS absolvieren jedes Jahr ein 2-wöchiges Praktikum in jeweils einer der Werkstätten. Die SchülerInnen der 1. Berufsorientierungs-Gruppe können zusätzlich zeitlich unbegrenzte Praktika unter Betreuung des IFD absolvieren.

Im Rahmen der BPS findet alle 2 Jahre eine Abschlussfahrt nach Berlin statt, bei der im Rahmen von politischer Bildung vor Ort sowohl der Besuch des Deutschen Bundestages, ein Gespräch mit einem Abgeordneten sowie geschichtsträchtige Stätten in Berlin auf dem Programm stehen.

In Zusammenarbeit der Agentur für Arbeit, dem IFD und der Schule wird unter aktiver Beteiligung der Erziehungsberechtigten der Übergang in die Erwerbstätigkeit begleitet.

 

3   Besondere Projekte

3.1  Lernwerkstatt Bochum-West

Die Lernwerkstatt Bochum-West ist ein besonderes Angebot der JKS. Sie wurde von 2007 bis 2011 in einem Schulentwicklungsprojekt der JKS, Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, und der Alleeschule, Förderschule Lernen aufgebaut. Seit dem Schuljahr 2011/12 wird sie von der JKS weitergeführt und weiterentwickelt.

Die Lernwerkstatt ist Lernort für SchülerInnen. Ein umfassendes Angebot an Materialien für die Bereiche Mathematik/UMZG, Sprache, Deutsch als Zweitsprache, Wahrnehmung, Feinmotorik und Methodentraining ermöglicht hier das Lernen mit einzelnen SchülerInnen oder in Kleingruppen.

Die Lernwerkstatt ist Diagnostikort für die Durchführung von AO-SF-Verfahren, die Diagnostik von Entwicklungsbereichen, Lernstandsdiagnostik und die Erstellung von Schullaufbahnprognosen.

Die Lernwerkstatt soll Ort für Information und Beratung von LehrerInnen, StudentInnen, LehramtsanwärterInnen, ErzieherInnen und Eltern sein. Die Information und Beratung bezieht sich auf AO-SF-Verfahren, Lernstandsdiagnostik, Lernumfeld, Erstellung von Förderplänen, Schuleingangsphase und Schulwechsel.

Die Lernwerkstatt soll Ort für Fortbildung und kollegialen Austausch für LehrerInnen verschiedener Schulformen, StudentInnen, LehramtsanwärterInnen, ErzieherInnen, TherapeutInnen und Eltern sein.

Die Lernwerkstatt soll Ort für die Modifizierung und Weiterentwicklung von Fördermaterialien sein.

Die Lernwerkstatt Bochum-West befindet sich in zwei Räumen des Untergeschosses im Haus A der Janusz-Korczak-Schule, Alleestr.117b, 44791 Bochum.

Sollten Sie Interesse haben, die Lernwerkstatt näher kennenzulernen, melden Sie sich unter folgender Telefonnummer bei uns: 0234/13879.

Ansprechpartner: Frau Thöne oder Frau Gajewski

 

3.2  Theater AG

Seit dem Schuljahr 2015/16 verfügt die JKS über ein künstlerisch orientiertes Konzept im Bereich Theater. Dieses beinhaltet folgende Aspekte und Ziele:

 

3.3  Schulband (siehe auch Musik)

Die Schulband ‚Jakombo‘ arbeitet in wechselnder Besetzung. Grundsätzlich haben SchülerInnen ab der Sekundarstufe I die Möglichkeit, in der Schulband mitzuspielen (z.B. in den Bereichen Gesang, Rhythmus, Keyboard, Gitarre, E-Bass). Die Schulband probt regelmäßig einmal wöchentlich und wird zur Zeit von zwei Lehrerinnen betreut. Die SchülerInnen können sich jeweils zu Beginn eines Schuljahres für die Schulband „bewerben“. Die regelmäßige Teilnahme  und der eigenständige Aufbau der Instrumente fördern das Verantwortungsgefühl. Die jeweilige Songauswahl beruht auf einem kreativen Dialog aller Beteiligten.

Unsere Schulband ist ein fester Bestandteil des Schullebens; sie gestaltet die jährliche Entlassfeier und alle Schulfeste durch ihre Auftritte mit. Zudem tritt Jakombo auch auf Bandfestivals anderer Förderschulen auf. Das Agieren auf einer Bühne vor Publikum ist für die MusikerInnen eine große Herausforderung und ebenso ein Ereignis, das ihnen viel Selbstvertrauen und Bestätigung gibt. Das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Band wächst mit jedem gemeinsam absolvierten Auftritt. Hierdurch schaffen es teilweise auch SchülerInnen mit herausfordernden Verhaltensweisen, sich in die Gruppe einzufügen und deren Regeln zu akzeptieren.

 

3.4  Klettern

Seit dem Herbst 2010 besteht die Möglichkeit neben dem regelmäßigen Sportunterricht eine zusätzliche Klettereinheit im Kletterzentrum Neolit in Bochum zu erleben.

Mit viel Begeisterung macht sich somit jede Woche eine Gruppe von sechs SchülerInnen in Begleitung zweier Lehrkräfte auf den Weg zur Kletterhalle, um dort unter Anleitung eines speziell ausgebildeten Kletterlehrers die Faszination des Kletterns zu erleben.

Schon nach wenigen Einheiten konnten nicht nur die vor Ort anwesenden Lehrkräfte die besondere Wirkung des Kletterns auf die geistig behinderten und zum Teil stark verhaltensauffälligen SchülerInnen wahrnehmen, sondern auch im Klassenverband wurden deutliche positive Veränderungen festgestellt.

Das regelmäßige Klettern bietet den SchülerInnen eine Fülle an Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten, die sich positiv auf ihre Persönlichkeitsentwicklung auswirken. Neben einer Verbesserung der motorischen Grundfähigkeiten und Fertigkeiten (Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht) konnten wir durch das gemeinsame Klettererlebnis besonders auch positive Auswirkungen auf die sozialen Kompetenzen feststellen.

Die SchülerInnen werden durch das Klettern in Situationen hineingeführt, die mit Selbsterfahrungen (Körpererfahrung, eigene Leistungsfähigkeiten und -grenzen, Selbstvertrauen), Emotionen (Überwinden von Angst, Unsicherheit, Freude) und Fremderfahrungen (Emotionen anderer Teilnehmer, das Angewiesensein auf andere Personen, Verantwortung übernehmen) verbunden sind.

Anfangs sehr ängstliche und sonst sehr zurückhaltende SchülerInnen schaffen es oft schon nach wenigen Trainingseinheiten die ersten kompletten Strecken bis hin zur Höchstmarke zu erklettern.

SchülerInnen, die im Unterricht meist durch unruhiges und zum Teil aggressives Verhalten auffallen, können durch das Klettern an ihre physischen und psychischen Grenzen gebracht werden, was wiederum zu einer Reduzierung der Verhaltensauffälligkeiten führen kann. In Folge dessen gelingt es dieser Schülerschaft auch in den nachfolgenden Unterrichtseinheiten mit mehr Ruhe und verbesserter Konzentration aufzutreten.

Nicht zuletzt bietet das Klettererlebnis den SchülerInnen  die Gelegenheit, auch außerhalb der Schule an einem faszinierenden und aktuellen Sportangebot gemeinsam mit nichtbehinderten Menschen teilzunehmen.

 

3.5  Reiten

Seit dem Herbst 2010 haben SchülerInnen der JKS die Möglichkeit, neben dem Sportunterricht einmal wöchentlich am therapeutischen Reiten im Integrativen Reitbetrieb Franz-Sales-Haus in Bochum teilzunehmen.

Mit viel Begeisterung macht sich jede Woche eine Gruppe von fünf SchülerInnen in Begleitung einer Lehrkraft auf den Weg zur Reithalle, um dort unter Anleitung einer fachkundigen Reittherapeutin eine Therapiestunde zu erleben.   

Das regelmäßige Reiten bietet den SchülerInnen eine Fülle an Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten, die sich positiv auf ihre Persönlichkeitsentwicklung auswirkt. An diesem Projekt nehmen bevorzugt SchülerInnen mit erhöhtem Förderbedarf teil.

Rituale wie das gemeinsame Putzen des Pferdes zu Beginn der Therapiestunde ermöglichen den SchülerInnen das Pferd individuell wahrzunehmen.

Das heilpädagogische Reiten bietet diesen SchülerInnen in besonderem Maße die Möglichkeit, sich stärker wahrzunehmen und zu spüren und damit auch Ängste abzubauen und sich zu entspannen. Das Pferd ist für den Schüler ein zuverlässiger Partner und schafft soziale Nähe. 

 

3.6   Kultur und Schule

Die JKS bewirbt sich regelmäßig für die Teilnahme am Projekt Kultur und Schule NRW.Sie sucht die Kooperation mit Künstlern in unterschiedlichen Bereichen.Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern eröffnet den SchülerInnen die Chance mit ihren Fähigkeiten aus einem anderen, nicht sonderpädagogischen Blickwinkel wahrgenommen und gefördert zu werden.

Im Schuljahr 2015/16 und 2016/17 nahm die Schule im Bereich Musik jeweils mit Trommelprojekten teil.

 

3.7  Stadtteilprojekte

Die JKS beteiligt sich seit Jahren aktiv im Rahmen des, mittlerweile abgeschlossenen, Projektes „Stadtumbau“, an inklusiven Projekten im Stadtteil Stahlhausen. Sie sucht die Kooperation mit den Kindertagesstätten, der Grundschule und anderen Institutionen im Stadtteil, beispielsweise mit einem Fotoprojekt zum SAE Institut. Es wurden bisher insgesamt sieben Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Bereich Bewegung, Geschichte Fotografie, Kunst und Theater durchgeführt.

 

3.8  Temporäre und ständige Kooperationspartner

Kooperation mit anderen Schulen

diverse Förderschulen Bochum/Herne

Gemeinsame Curricula und Arbeitskreise

Grundschule im Stadtteil

Temporär gemeinsame Projekte (im Rahmen des Stadtumbaus)

Grundschule: Dietrich Bonhoeffer Schule Schwerpunktschule für gemeinsames Lernen im Förderschwerpunkt GE für das Schuleinzugsgebiet der JKS
Gymnasien:

Graf-Engelbert-Schule

Schiller Schule

Theodor- Körner –Schule

Neues Gymnasium Bochum

 

JKS stellt Plätze für das Sozialpraktikum im Rahmen GES

JKS stellt Plätze für das Schülerpraktikum

Alice Salomon Berufskolleg JKS stellt Praktikumsplätze
Hochschule für Gesundheit JKS stellt Praktikumsplätze

unterstützt Umfragen

unterstützt Projekte im Rahmen  

von Examensarbeiten

Kooperation mit pädagogischen Institutionen

Schulsozialarbeit Seit 2012 an der JKS verortet
Familienassistenz  
KITA im Stadtteil temporär gemeinsame Projekte (im Rahmen des Stadtumbaus)
KITA`s im Einzugsgebiet  
Inklusionskoordination  

Kooperation mit städtischen Einrichtungen

Jugendamt  
Sozialamt  
Gesundheitsamt  
Stadtbücherei Lesestart, Büchereiführungen, Bücher- Kurier

Kooperation im Stadtteil

Kirchengemeinden im Stadtteil  
Sozialraumkonferenz  
Stadtumbau Westend gemeinsame Projekte im Stadtteil
Kooperation Kultur/Sport  
Musikschule Bochum Angebot Spielmusik für die Primarstufe
Landesprogramm Kultur und Schule unterschiedliche Projekte seit 2011
Integrativer Reitbetrieb Franz Sales Haus Bis Schuljahr 2015/16 zurzeit unterbrochen
Neoliet Klettern
FAN Projekt Street soccer 1-2 mal im Schuljahr

Kooperation mit therapeutischen Einrichtungen

Sprachtherapie Alle Therapien werden aufgrund von ärztlichen Verordnungen durchgeführt
Ergotherapie
Krankengymnastik
Autismustherapie

Kooperation im Übergang Schule Beruf

Agentur für Arbeit  
Integrationsfachdienst  
PS-AG  
KAOA/STAR  
Beratungsstelle für Menschen mit geistiger Behinderung Lebenskrisenberatung

Wohnungsberatung

pro familia Sexualpädagogisches Gruppenangebot für Schulklassen

Sonstige Kooperationen

Bezirkspolizei Prävention und Aufklärung
Familien-und Krankenpflege stellt die Klassenassistenten
Verein Menschen(s) kinder  
Schulobst Seit 2011
Landfrauen in Schulen  
BOGESTRA Busschule

 

B Planung der Schulentwicklung

4 Schulentwicklungsprojekte

4.1  Gute gesunde Schule - Lebensraum Schulhof

Ist – Zustand

Bereits vor der Schließung der Alleeschule (Förderschule Lernen) entwickelte das Kollegium der JKS in Zusammenarbeit mit dem Kollegium der Alleeschule mit Unterstützung von Frau Hoff (Landschaftsarchitektin) ein gemeinsames Konzept zur Umgestaltung und Nutzung der beiden Schulhöfe.

Durch die Schließung der Förderschule Lernen, die Sanierung und Umnutzung des Gebäudes A für die JKS sowie die Aufgabe des Hausmeistergartens hinter Haus B ist diese Planung nicht mehr aktuell. Es ergibt sich die Notwendigkeit eines neuen Nutzungskonzeptes unter Einbeziehung beider Schulhöfe, des Geländes der ehemaligen OGS der Förderschule Lernen und des ehemaligen Hausmeistergartens.

Zielsetzung:

Gestaltung des Schulhofs als Lebensraum für alle SchülerInnen:

Das bedeutet:

altersgerechte Gestaltung des Schulhofgeländes

 

des Weiteren:

Gestaltung, die den Förderschwerpunkt GE in seiner sehr individuellen Ausprägung berücksichtigt, das bedeutet:

Der Schulhof soll Erlebnis- und Lebensraum für alle werden:

Es sollte deshalb

 

Die Schulhofplanung sollte berücksichtigen, dass alle an Schule Beteiligten aktiv in den Gestaltungsprozess miteinbezogen werden können, dies gilt besonders für die Schüler.

Qualitätskriterien:

Zeitrahmen bis zur endgültigen Fertigstellung: Mindestens 10 Jahre. Geplant ist eine Gestaltung in mehreren Zeitabschnitten.

Was muss geschehen um dieses Ziel zu erreichen?

Kurz- bis mittelfristige Planung:

Qualitätskontrolle

Woran erkennen wir, dass dies geschieht?

 

4.2  Individuelle Förderung unter dem Schwerpunkt Methodenkompetenz und selbständiges Arbeiten

Ist- Zustand

Als Grundlage und Möglichkeit zur individuellen Förderung gibt es in der JKS eine Fülle von Konzepten, Curricular und speziellen Organisationsformen von Unterricht. 

Für alle verbindlich verankert sind:

Zielsetzung

Jeder Schüler der JKS soll mithilfe eines durch Methodenvielfalt und selbstständiges Arbeiten geprägten Unterrichts zum größtmöglichen, individuellen Lernfortschritt geführt werden.

Qualitätskriterien

Was muss geschehen, um dieses Ziel zu erreichen?

Zeit: in den nächsten 3 Schuljahren

Stärkung der Kompetenz der Lehrer bezüglich des Einsatzes unterschiedlicher Methoden im Unterricht durch kollegiumsinterne Fortbildung und Erfahrungsaustausch.

Qualitätsindikatoren

Woran erkennen wir, dass dies geschieht

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